LACOSTE

Stichwort "Krokodil": Die einen denken an zwei Reihen messerscharfer Zähne, die anderen an Handtaschen, wieder andere an Kasperltheater-Vorstellungen zu Kindergartenzeiten. Fragt man aber konkret nach dem ersten Bild, das einem bei dem Wort "Krokodil" in den Kopf schießt, so fällt die Antwort sehr viel einheitlicher aus: das Lacoste-Logo! Das leuchtend grün gestickte Reptil ist das berühmte Markenzeichen der klassischen Poloshirts, des ungezwungenen eleganten Stils der Tennis-und Golfspieler, des zeitlos französischen Casual-Chics. Kurzum: Es ist das Symbol für eine Kult-Marke, die seit über 85 Jahren die Sport- und Modeszene prägt.

Erfahre jetzt mehr!
68 Ergebnisse

DAS POLOSHIRT MIT DEM KROKODIL

"In erster Linie zeichnet sich elegante Kleidung dadurch aus, dass sie der Situation und den Umständen angemessen ist", sagte Tennis-Legende René Lacoste 1933. Das Mitglied des legendären Tennis-Teams der 20er Jahre war ebenso Erfinder wie Sportler und schnitt, die Form der Funktion anpassend, seinem langärmeligen Sportshirt für ein Tennisspiel kurzerhand die Ärmel ab. Ein Geistesblitz, der René Lacoste auch noch zum Designer machte - und einen Meilenstein für die Tennisgarderobe darstellen sollte. Das kurzärmelige Poloshirt war geboren und mit ihm die Marke Lacoste.

DAS LACOSTE-KROKODIL: ENTSTEHUNG EINES SYMBOLS

Das Abschneiden von Ärmeln hatte allerdings noch nichts mit dem zukünftigen Markenlogo zu tun, dem Lacoste-Krokodil. Tatsächlich rührt es von dem Spitznamen "Der Alligator" her, den ein amerikanischer Journalist René Lacoste gab. Er hatte mitbekommen, wie dessen Trainer ihm vor einem Spiel 1923 scherzhaft einen teuren Koffer aus Krokodilleder als Lohn für das Gewinnen des David-Cups in Boston versprach. Den Namen "Alligator" als Markenlogo für Renés kurzärmelige Polshirts zu nutzen, lag auf der Hand - und so hielt das grüne Reptil Einzug in die Sportswear-Branche.

DAS PETIT PIQUÉ: ELEGANZ FÜR DAS AUGE, KOMFORT FÜR DIE HAUT

Der Erfindungsreichtum des Tennisspielers René Lacoste begrenzte sich jedoch nicht auf den Einsatz von Scheren an Hemdärmeln. Auch das Material der Poloshirts sollte perfektioniert werden. Nicht nur des Tragecomforts wegen, sondern auch, um alltagstauglich zu werden. Die erste Form des Athleisure-Trends? Mag sein. Denn das typische Poloshirt verdankt seinen chicen cleanen Look dem Lacoste-eigenen "Petit Piqué". Eine von René Lacoste entwickelte Stricktechnik, die hochqualitative Baumwolle auf einer Rundwebmaschine zu einem speziellen Mesh verwebt. Das Ergebnis: Ein hochflexibler, widerstandsfähiger Stoff, der angenehm auf der Haut liegt und auch bei sportlicher Aktivität keine Irritationen auslöst. Aufschlag, Punkt, Satz und Sieg!

FOKUS AUF FRANZÖSISCHES SAVOIR-FAIRE

Der Herstellungsprozess der berühmten Lacoste-Poloshirts ist seit der Gründung 1933 in Troyes, der französischen Hauptstadt für Textil, unverändert geblieben. Die Entstehung eines Lacoste-Shirts besteht bis heute aus fünf Schritten: Weben des Petit Piqué-Stoffes, das Färben, das Zuschneiden, das Anbringen des Krokodil-Logos und zuletzt das Zusammenfügen der Teile. Selbst das Logo ist bis ins Detail von höchster Qualität: Für ein Lacoste-Krokodil werden bis zu 1600 Handstiche benötigt. Experten-Handarbeit, die sich lohnt: Seit über 85 Jahren ist das Lacoste-Shirt ein Dauerbrenner auf dem Markt - und, wenn man es genau betrachtet, ein echtes Kunstwerk.

TEAMSPIRIT IST BEI LACOSTE DIE FIRMENPHILOSPHIE

René Lacoste ging nicht nur eine Liebesgeschichte mit dem Tennisspiel ein. Auch die 13-malige Siegerin der französischen Golfmeisterschaften hatte es ihm angetan. "Durch unser gemeinsames Ziel herrschte zwischen uns echter Teamgeist", beschrieb der Lacoste-Gründer seine Beziehung und die gemeinsame Design-Arbeit mit seiner Frau Simone de la Chaume. Mit einer solchen Begeisterung für Ballsportarten war es nicht verwunderlich, dass auch deren Tochter Catherine eine erfolgreiche Sportkarriere einschlug und nach dem Gewinn der US Open und unzähliger Turniersiege bis heute zu den besten Golfspielerinnen überhaupt zählt. Ein leidenschaftlicher Spirit, der sich auch in der Firma Lacoste niederschlug. Die Marke unterstützt seit 1933 Tennis- und Golfspieler, die den Ballsport genauso lieben wie die Familie Lacoste und die den gleichen Sportgeist haben. Mats Wilander, Guy Forget und Gustavo Kuerten sind nur einige der unvergesslichen internationalen Sportlegenden, die eng mit Lacoste verbunden waren.

VOM POLOSHIRT ZUR RUNWAY SHOW

"Wir müssen stets darauf hoffen, besser zu spielen, als wir je zuvor gespielt haben", sagte Lacoste. Eine Philosophie, die sich auch in seiner Marke niederschlägt. Sie entwickelt sich ununterbrochen weiter, greift aktuelle Trends auf, wagt Neues, experimentiert - ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren. Bis heute erstaunen die Lacoste Kollektionen auf dem Runway mit freshen unerwarteten Designs, die dennoch dem klassisch-französischen Stil der Marke huldigen. So auch die Lacoste Herbst/Winter Kollektion 2019, die soeben in Paris gezeigt wurde: Auf dem Runway waren lange gerade geschnittene Mäntel zu fließenden Marlene Hosen zu sehen, oversized Poloshirts zu sportlichen Caps, neu interpretierte Poloshirt-Krägen aus buntem Strick, die die vorherrschende Farbpalette aus Creme-und Cameltönen auffrischten. Besonders gelungen: Der Stilbruch aus langen Seidenkleidern, über die typische Polo-Pullunder in XXL getragen wurden. Und immer wieder zwischendrin, wenn auch auf dem Runway nicht in grün: das typische Lacoste-Krokodil.

Geschlecht

MARKE (1)

FARBE

GRÖSSE